Verpackungslexikon

In diesem Lexikon finden Sie eine kurze Erläuterung zu allen wichtigen Begriffen der Verpackungsindustrie.

A

Abrieb-/Scheuerfestigkeit
Widerstand eines Packstoffes oder einer Druckfarbe bei Scheuerbelastung.
ADR
Begriff aus dem Gefahrgutrecht; Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route. (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße).
ASSCO
Verband/Organisation; Europäische Vereinigung der Hersteller von Vollpappe-Verpackungen.
Aufrichteschachteln
Fertig geklebte, einteilige, mit Diagonalbiegung ausgerüstete Schachteln, die zusammengelegt geliefert und durch einfaches Aufrichten gebrauchsfertig aufgestellt werden.
Aufreiß-Streifen
Schmale Kunststoff- oder Faser-Selbstklebebänder, die auf der Innenseite von Verpackungen aus Wellpappe quer zur Wellenrichtung angebracht werden, um ein leichtes Öffnen fest verschlossener Verpackungen zu ermöglichen.
Außenklappen
Verschlussklappen, parallel zur Längsseite der Faltschachteln/Kisten.
B

BCT (Box Compression Test)
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:Stapelstauchwiderstand; Maß für die Belastbarkeit der Verpackung im Stapel; Einheit N.
Berstfestigkeit
Widerstand in kPa (Kilopascal), den eine kreisförmig eingespannte Wellpappenprobe einem einseitig gleichmäßig ansteigenden Druck bis zum Bersten entgegensetzt (s. auch Mullen-Prüfgerät).
Buchbinderpappe
Graue Wickelpappe aus 100% Recyclingpapier, die zum Herstellen von Buchdeckeln verwendet wird. Buchbinderpappe ist flachliegend, gut geglättet, zieh-, stanz-, rill- und prägebar.
D

Deckenbahn-/papier
Glatte Papierbahn, die mit einer Wellenbahn zu Wellpappe verklebt wird. Deckenpapiere sind Kraftliner, Testliner und Schrenz.
DIN
Norm; Deutsches Institut für Normung e.V.
Displayverpackung
Verpackung, die neben der Transportfunktion eine verkaufsfördernde Warenpräsentation erlaubt.
Durchstoßarbeit
Maß für den Widerstand, den eine eingespannte Wellpappenprobe dem mechanischen Durchdringen eines Durchstoßkörpers entgegensetzt; Einheit Joule [J].
E

ECT (Edge Crush Test)
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:
Feststellung des Kantenstauchwiderstandes, der parallel zum Wellenstoff an einer kleinen Probe der Wellpappe gemessen wird; Einheit N/m
Einseitige Wellpappe
Wellpappe, bestehend aus einer Lage gewelltem Papier, das auf Papier oder Pappe geklebt ist; handelsüblich in Rollenform; umgangssprachlich Rollenwellpappe.
Einstoffverpackung
Packmittel, das eine stoffliche Verwertung in einem Stoffkreislauf ohne vorherige Aufteilung auf unterschiedliche Werkstofffraktionen zulässt.
EN Europäische Norm
(herausgegeben vom CEN (Comité Européen de Normalisation = Europäisches Komitee für Normung).
ESD Verpackung
ESD steht für Electro Static Discharge bzw. Elektrostatische Entladung. ESD-gefährdete Bauteile müssen in antistatischen oder leitfähigen Verpackungen transportiert werden
Exportverpackung
Verpackung, die nach ihrer gesamten Machart, Festigkeit und Markierung den besonderen Transportbedingungen des Versand- und des Empfangslandes sowie eventueller Durchgangsländer angepasst ist.
F

Fabrikantenverschluss
Verbindung zweier anstoßender Kanten einer Faltschachtel/Kiste mit Klebstoff, Klebeband oder Heftklammern (bereits in Fabrik ausgeführt); Verbindung mittels Klebstoff erfolgt meist durch eine Klebelasche (an einer Kante anhängender Streifen).
Faltschachtel
Besteht in der Regel aus einem Stück, wobei Boden und Deckel durch je vier Verschlussklappen gebildet werden.
Faserguss
100% Altpapier, gelöst und durch Pressen und Trocknen - gegebenenfalls durch Beigabe von Binde- und/oder Füllmaterialien - in Form gebracht.
FCT (Flat Crush Test)
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:
Prüfmethode, die den Flachstauchwiderstand [kPa] von einwelliger Wellpappe bestimmt.
FEFCO
Verband/Organisation;
European Federation of Corrugated Board Manufacturers (Europäischer Verband der Wellpappehersteller).
Flachstauchwiderstand
Widerstand, den eine einwellige Wellpappe einer senkrechten Flächenbelastung bis zum Zusammenbruch entgegensetzt; Einheit Kilo-Pascal [kPa].
Flächenbezogene Masse
Masse eines Packstoffes bezogen auf die Flächeneinheit; ausgedrückt in g/m².
Flächengewicht
siehe flächenbezogene Masse
Filzpappe
Pappe, die Texilfasern enthält und ein lockeres, weiches Gefüge hat.
Fluting
Wellenpapier mit einem hohen Anteil an Halbzellstoff.
Füllgut
siehe Packgut
G

Gefahrgutverpackung
Versandverpackung, die den verkehrsrechtlichen Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter entspricht.
Gestrichenes Papier
Papier, das zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit ein- oder beidseitig mit einer pigmenthaltigen Streichmasse beschichtet ist.
Geschenkverpackung
Verbraucherpackung mit dekorativer Aufmachung und Ausstattung. I.d. R. nur in Verbindung mit einer Versandverpackung und einer produktspezifischen Innenverpackung (Polsterung) versandfähig.
Gluen
Verbindung der Fabrikationskante(n) an Well- oder Vollpappeverpackungen durch Laschen-Klebung.
H
 
Halbzellstoffpapiere
Halb chemisch, halb mechanisch hergestellte Wellpapiere mit hohen Steifigkeitseigenschaften (auch als "Fluting" bezeichnet).
Handpappe
Mehrere Papierbahnen aufeinander geklebt, bis die gewünschte Dicke erreicht wird (meistens aus Altpapier).
Heften
Verschließung der Fabrikationskante durch Heftklammern.
Holzwolle
Polstermittel aus langen, auf speziellen Holzwollemaschinen gefertigten Holzspänen.
I

IATA-DGR
Begriff aus dem Gefahrgutrecht;
Dangerous Goods Regulations of the International Air Transport Association (Gefahrgutbestimmungen der Internationalen Vereinigung der Luftverkehrsunternehmen).
ICAO-IT Begriff aus dem Gefahrgutrecht;
Technical Instructions of the International Civil Airtransport Organisation (Technische Vorschriften der Internationalen Organisation der Luftverkehrsbehörden).
Innenklappen
Klappen an den Stirnseiten von Faltschachteln/Kisten (Code 0201 bis 0206).
ISO
Norm; International Organization for Standardization (Internationale Normungsorganisation); betreut technische und nichttechnische Normen.
Isolierverpackung
Verpackung mit hohem Wärmedämmvermögen.
K

Kaschieren von Verpackungen
Verkleben von mehreren Kartonbögen oder Bekleben von Karton mit einer Papier- oder Folienoberfläche zur Verbesserung der technologischen Eigenschaften und/oder des Aussehens.
Kantenstauchwiderstand
siehe ECT
Karton
Mehrere im feuchten Zustand vergautschte Papierbahnen; Werkstoff aus Fasern, der gewichtsmäßig zwischen Papier und Pappe liegt.
Konstruktivverpackung
Maßgeschneiderte, meist für Serien konstruierte Verpackung.
Kraftliner
Deckenpapier für Wellpappe aus mind. 80% langfaserigen Holzfasern (Rest Altpapier). Besonders hohe Festigkeit.
Kraftpapier
Papier mit besonderen Festigkeitseigenschaften, das überwiegend aus Kraftzellstoff besteht, dem Kraftaltpapier zugesetzt sein kann.
L

Lagerverpackung
Verpackung mit besonderer Eignung für mittel- bis langfristige Lagerung.
Loose-Fill
Lose Füllung wie Styroporflocken, Chips, Maisstärkeflocken, usw.
M

Mehrstoffverpackung
Verpackung aus mehreren Packstoffen (zum Beispiel Pappe mit Kunststoff).
Mehrwegverpackung
Mehrmals verwendbare Verpackung, die im allgemeinen im Leih- und Rückgabeverkehr benutzt bzw. gegen Pfand abgegeben wird.
Migration
Allgemeine Bezeichnung für Substanzverlagerungen (Wanderung) in verschiedenen Medien. Besondere Bedeutung hat die Migration bei Verpackungen von Arznei- und Lebensmitteln.
Mikrowelle
Feinstwellpappe mit weniger als ein Millimeter Wellenhöhe für unempfindliche Produkte, kaum Federwirkung, gut bedruckbar, daher meist für Verkaufsverpackungen.
Mullen-Prüfgerät
Meßgerät zur Bestimmung der Berstfestigkeit von Papier, Pappe, Wellpappe u. a. Werkstoffen.
N

Natron-Papier
(Kraftpapier) wird zu mindestens 90 Prozent aus frischem, in der Regel ungebleichtem Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) hergestellt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit aus.
Noppenschaum
Genoppter Polyurethan-Schaumstoff; nur für leichte empfindliche Packgüter geeignet.
P

PA/Polyamid
Universeller Kunststoff mit hohem Schmelzpunkt, bekannter unter dem Markennamen Nylon; im Packmittelbereich als Flachfolien verwendet.
Packgut
Gut, das zu verpacken oder bereits verpackt ist.
Packhilfsmittel
Packhilfsmittel sind Materialien, die die Festigkeit der Packmittel erhöhen oder erst möglich machen, wie zum Beispiel Nägel, Klebebänder, Klammern und Umreifungen, die den Zusammenhalt von Kisten und Schachteln gewährleisten.
Packkrepp
Gekrepptes Packpapier, flächenbezogene Masse 180 - 270 g/m².
Packmittel
Erzeugnis aus Packstoff, das dazu bestimmt ist, das Packgut zu umhüllen oder zusammenzuhalten, damit es versand-, lager- und/oder verkaufsfähig wird.
Packseiden
Graues, weiches Recyclingpapier, meist zum +B74 Vorverpacken oberflächenempfindlicher Gegenstände.
Packstoff
Werkstoff, aus dem Packmittel oder Packhilfsmittel hergestellt werden.
Packstück
siehe Packung
Packung
Ergebnis der Vereinigung von Packgut und Verpackung.
Papierpolster
Aus Kraftpapier maschinell geknülltes Universalpackmittel, das fachkundig angewendet werden muss. Weiches Polster für leichte, hartes Polster für schwere Produkte.
Papiertaschen
Flexibles Packmittel für druck- und stossunempfindliche Produkte.
PE/Polythylen
PE ist einer der vielseitigsten thermoplastischen Kunststoffe. In seiner Grundform ist er farblos durchscheinend bis milchig weiß. Sein Anwendungsspektrum reicht von Folien über Packschaumstoff und konstruktive Verpackungen aus offenzelligem PE-Schaumstoff bis zu forngeschäumten Polstern aus geschlossen zelligem Schaumstoff.
Pergamyn
Transparentes, fettdichtes Zellulosepapier mit Lebensmittelechtheit.
Polster
Einsätze aus elastischen Materialien (zum Beispiel Schaumstoffe), die Stoßbelastungen aufnehmen und abmildern (Erzeugung eines Bremsweges) oder vom Packgut fernhalten.
Polsterweg
Komprimierungsweg bei Polstern. Bei PE-Schaumstoff cirka 70% der Polsterdicke.
Polykraft
Wasserdichtes PE-beschichtetes Kraftpapier, dichter als herkömmliches Wachspapier; gute Fett-, Öl- und Wasserdichtigkeit; Einsatz oft bei Export- und Überseeverpackungen.
PP/Polypopylen
Polypropylen ist ein thermoplastischer Kunststoff und dem Polyethylen hoher Dichte sehr ähnlich, jedoch hat er eine geringere Dichte, ist starrer, härter und bis über 100° C hitzebeständig. Das Anwendungsspektrum reicht von Folien über Schaumkunststoffe bis hin zu Spritzguss- und Tiefziehverpackungen.
PS/Polystyrol
Polystyrol ist ein weit verbreiteter Massenkunststoff. Er lässt sich im Spritzguss-, Extrusions- und Blasverfahren verarbeiten. Die bekannteste Anwendung im Verpackungsbereich ist der expandierte Polystyrolschaumstoff (zum Beispiel Styropor).
PUR/Polyurethane
Die im Packmittelbereich eingesetzten Polyurethane (PUR) gehören zur Gruppe der Duroplaste und werden aus Polyisocyanaten und Polyalkoholen hergestellt. Durch Modifikation der Grundstoffe und verschiedene Katalysatoren ist die Herstellung von weichen, harten und halbharten Schaumstoffvarianten als Packmittel möglich
PUR-Direkteinschäumung
Verpackungsschaumstoff, der in der Verpackung expandiert und das Packgut umschließt. In unterschiedlichen Dichten für leichte bis mittelschwere Produkte geeignet. Verpackungsqualität in hohem Maße von sachgerechter Anwendung anhängig.
PVC
Polyvinylchlorid (PVC) ist einer der bekanntesten Kunststoffe. PVC kann praktisch mit allen Techniken verarbeitet werden, die für Kunststoffe eingesetzt werden. Das Anwendungsspektrum reicht u. a. von Folien über Spritzguß- und Tiefziehteile bis zu Schaumkunststoffen.
R

RAL
Verband/Organisation;
1925 gegründet als "Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen"; heute: RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.
RCT (Ring Crush Test)
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:
Test zur Messung des Kantenstauchwiderstandes von Deckenpapieren oder Wellenstoff mit Hilfe einer rinformigen Halterung, in der Druck auf einen Streifen Wellpappe ausgeübt wird; Einheit kN/m.
RESY-Recycling-System

Verband/Organisation;
RESY (Organisation für Wertstoff-Entsorgung GmbH) garantiert die gesamthafte Entsorgung und stoffliche Wiederverwertung aller mit dem RESY-Symbol gekennzeichneten Transport- und Umverpackungen aus Papier und Pappe. Mit Aufbringen des RESY-Symbols werden die Vorgaben der Verpackungsverordnung für Transportverpackungen erfüllt.

RID
Begriff aus dem Gefahrgutrecht;
Réglement International Concernant le Transport des Marchandises Dangereuses par Chemins de Fer (Internationale Ordnung für die Beförderung gefährlicher Güter mit der Eisenbahn).
Rillung
Rille in der Wellpappe zum besseren Falten.
Ringstauchwiderstand
siehe RCT
Rollenwellpappe
siehe einseitige Wellpappe 
S
 
Schredderpapier
Polster- und Fixiermaterial, das gut verdichtet werden muss; nur für vglw. unempfindliche Produkte geeignet.
Schrenz
Aus gemischtem, unsortiertem Altpapier hergestellte, sehr leichte Deckenpapiere.
Silberseiden
Sehr leichtes, holzfreies, geschmeidiges Seidenpapier aus reiner Zellulose.
Sperrschichtmaterialien
Fett-, wasser- und dampfdichte Folien zum Schutz von empfindlichen, kantigen und unregelmäßig geformten Maschinen.
Stülpschachteln
Verpackungen, bei denen beim Verschließen je ein Deckelteil über ein Bodenteil gestülpt wird (Code 0301 bis 0313).
Stanzen
Zuschneiden und Rillen von Wellpappe mit Hilfe von speziellen Stanzwerkzeugen in Flachbett- oder Rotationsstanzen.
Stapelstauchwiderstand
Maß für die Stapelfestigkeit von Wellpappenverpackungen. Prüfmethode ist der Box-Compressions-Test.
Stärkechips
Loose-Fill-Material auf Basis von Industriestärke zum Ausfüllen von Hohlräumen für Produkte ohne starke Polstererfordernis.
T

Teleskop-Boxen
Teleskopierbare, das heißt höhen- oder längenverstellbare Verpackung.
Testliner
Zwei- oder mehrlagiges Deckenpapier für Wellpappe ohne festgelegte Faserstoffzusammensetzung, jedoch mit garantierten Festigkeitseigenschaften.
Transportverpackung
Als Transportverpackungen gelten Verpackungen von Waren, die den Transport erleichtern, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden und beim Vertreiber anfallen. Hierunter fallen Paletten, Schrumpf- und Stretchfolien, Zwischen- und Abdecklagen, Eisen- oder Kunststoffbänder, aber auch Wellpappeschachteln, die als Transportbehälter für verpackte Waren verwendet werden.
Triplexkarton
Multiplexkarton, einseitig glatt, aus drei unterschiedlichen Materiallagen in definierter Zusammensetzung; bei höheren flächenbezogener Masse wird die Bezeichnung Triplexpappe verwendet.
TUL-Prozesse
Verflechtung der logistischen Teilprozesse Transport, Umschlag und Lagerung.
U

Umverpackung
Zusätzliche Umhüllungen von Verkaufsverpackungen, die der Abgabe der Ware auf dem Wege der Selbstbedienung, der Erschwerung von Diebstahl oder vorwiegend der Werbung dienen, bezeichnet man als Umverpackungen. Beispiele: Blister, Folien etc.
Universalverpackung
Verpackungslösung aus Standardpackmitteln mit einer breiten Anwendungsbandbreite, zum Beispiel größenvariable Wickelverpackungen.
UN-Nummer
Begriff aus dem Gefahrgutrecht;
Vierstellige Ziffer zur Kennzeichnung eines gefährlichen Stoffes, einer Stoffgruppe oder eines Gegenstandes.
UN-Verpackung
Speziell geprüfte Verpackungen für den Versand gefährlicher Güter. Mit der UN-Nummer wird international dokumentiert, dass die Verpackung bestimmte Festigkeitseigenschaften erfüllt. Die Kennzeichnung auf der Verpackung bezieht sich nicht auf die Verwendung der Verpackung eines bestimmten Stoffes: Die Verpackungsart, der maximale Fassungsraum und/oder die maximale Masse sowie etwaige besondere Vorschriften sind für jeden Stoff im ADR/RID gesondert festgelegt.
V

Verkaufsverpackung
Verpackungen, die als eine Verkaufseinheit angeboten werden und beim Endverbraucher anfallen. Verkaufsverpackungen sind auch Verpackungen des Handels, der Gastronomie und anderer Dienstleister, die die Übergabe von Waren an den Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (zum Beispiel Serviceverpackungen), sowie Einweggeschirr und Einwegbestecke. Verkaufsverpackungen sind zum Beispiel die Umhüllungen von Papierbogen oder -rollen, die Alufolie um gelieferte Filme, Filmschachteln, etc.
Verpackung
Oberbegriff für die Gesamtheit von Packmitteln und Packhilfsmitteln. Durch Ergänzung der Packgutbezeichnung wird der Verwendungszweck benannt (zum Beispiel "Obst"-Verpackung), durch Ergänzung der funktionalen Aufgabe der Bestimmungszweck (zum Beispiel "Versand"-Verpackung) und durch die Packstoffbebenennung die Packstoffbezeichnung der Verpackung (zum Beispiel "Metall"-Verpackung).
Verpackungsprüfung
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:
Ermittlung von spezifischen, reproduzierbaren Merkmalswerten von Packstoffen, Packmitteln, Packhilfsmitteln, Packstücken und des Verpackens, zum Beispiel mit physikalischen, chemischen oder sensorischen Methoden.
Versandverpackung
Verpackung, deren Machart und Qualität von den Versandanforderungen bestimmt ist. Sie dient im allgemeinen als äußere Verpackung für das Packgut oder zum Zusammenfassen mehrerer Einzelpackungen.
Vibrationstest
Verpackungstechnik/Prüfverfahren:
Transportsimulation, bei der Packstücke auf einem Schwingtisch angeregt werden (Sinus, Rauschen, Schock). Mit Beschleunigungssensoren wird das Verhalten des Prüflings untersucht.
W

Wellpappe
Pappe aus einer oder mehreren Lagen eines gewellten Papiers, das auf eine Lage oder zwischen mehreren Lagen eines anderen Papiers oder Pappe geklebt ist.
Meistgebräuchliche Arten:
- einseitige Wellpappe
- einwellige Wellpappe
- zweiwellige Wellpappe
- dreiwellige Wellpappe
Wellenstoff
Papiere für die Wellenlage einer Wellpappe; hergestellt vorwiegend aus Wellpappebfällen und Zusätzen zur Erhöhung der Steifigkeit.