Zollinformationen für Ihren Paketversand

Zollinformationen für den geschäftlichen Paketversand finden Sie hier.

 

Bei Ihrem Versand von Paketen und Päckchen in Länder außerhalb der EU gibt es verschiedene Bestimmungen, die Sie beachten sollten. Diese finden Sie hier übersichtlich zusammengestellt.

  • Bitte beachten Sie unbedingt die individuellen Einfuhr- und Zollvorschriften des Ziellands, in welches Sie versenden möchten.
  • Bitte fügen Sie der Sendung beim Versand in Länder außerhalb der EU stets sorgfältig ausgefüllte Zollinhaltserklärungen CN23 bzw. CN22 bei. Die benötigte Anzahl an Zollinhaltserklärungen ist länderindividuell. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf unseren Länderseiten.
  • Prüfen Sie, ob zusätzlich auch eine Ausfuhranmeldung erforderlich ist.

Zollinformationen

Beim internationalen Versand mit DHL (DHL Paket international, DHL Päckchen international, DHL Europaket) in das Gemeinschaftsgebiet der Europäischen Union (EU) ist keine Zollinhaltserklärung erforderlich.

Zum Herunterladen finden Sie hier eine Übersicht der Länder und Gebiete der EU.

Für den Versand von DHL Paket in Länder außerhalb der EU ist eine Zollinhaltserklärung CN 23 auszufüllen und dem Paket in einer Versandtasche außen beizulegen.

Für den außereuropäischen Versand von DHL Päckchen muss bis zu einem Warenwert von 300 Sonderziehungsrechten, dies entspricht etwa 350 EUR, eine Zollinhaltserklärung CN 22 ausgefüllt werden. Bei einem höheren Warenwert ist auch für DHL Päckchen eine Zollinhaltserklärung CN23 auszufüllen. In beiden Fällen muss die Zollinhaltserklärung auf der Anschriftenseite des Päckchens aufgebracht werden:

  • Im Falle der Nutzung der DHL Onlinefrankierung erfolgt die Befüllung einer CN 22/23 entsprechend Ihrer Angaben in der Erfassungsmaske automatisch. Die CN 22/23 erhalten Sie im Anschluss an den Kaufprozess gemeinsam mit dem Label, so dass Sie beides ausdrucken können.
  • Sollten Sie Ihre Sendung in der Filiale freimachen wollen, so ist der Versandschein "DHL Paket und Päckchen WELT" handschriftlich auszufüllen. Bitte beachten Sie im Falle der Freimachung in der Filiale Folgendes:
    • Für einzelne Länder ist die nachträgliche digitale Erfassung der von Ihnen gemachten Angaben notwendig. Für diesen Service wird ein Serviceentgelt in Höhe von 1,66 EUR (inkl. USt.) in der Filiale erhoben. Bei einer Freimachung über die DHL Onlinefrankierung entfällt dieses, da Sie die Daten dort direkt digital bereitstellen.
    • Für Länder mit nachträglicher digitaler Datenerfassung sind nur die Sprachen Englisch, Französisch oder Spanisch für die Zollinhaltserklärung (CN 22/23)zugelassen. Hier finden Sie eine Übersicht, welche Sprache länderindividuell genutzt werden dürfen.
    • Beim Versand in Ländern ohne Notwendigkeit zur digitalen Datenerfassung können auch weitere Sprachen zugelassen sein. Bitte informieren Sie sich auf unseren Länderinformationsseiten, welche Sprachen in Ihr jeweiliges Zielland zulässig sind.
  • Beim Versand von DHL Päckchen mit einem Wert von über 300 Sonderziehungsrechten wird das Formular in der Onlinefrankierung automatisch bei Überschreitung des Gesamtwarenwertes von 350 EUR von CN 22 auf CN 23 umgestellt. In der Filiale dürfen Päckchen mit einem Inhaltswert von über 350 EUR und Versand außerhalb der EU nicht angenommen werden.

Die Angaben auf der Zollinhaltserklärung dienen dem Zoll zur Ermittlung der länderindividuellen Zölle und Einfuhrumsatzsteuern, die jeweils vom Empfänger eingezogen werden. In einigen Ländern werden darüber hinaus Zollgestellungs- bzw. Zollabfertigungsgebühren erhoben.

Anleitung zum Ausfüllen des Versandscheins Paket und Päckchen Welt*

Hinweis:
In bestimmten Fällen ist beim Versand von DHL Paket in Nicht-EU-Staaten oder in EU-Ausnahmegebiete eine Ausfuhranmeldung notwendig (mehr Informationen s.u.).

* Für die optimale Darstellung dieser PDF-Datei nutzen Sie bitte einen Desktop-PC.

  • Der Absender trägt das Risiko für alle Folgen, die aus unzulässigem Warenversand in das Ausland, Nichtbeachtung der Einfuhr- und Zollvorschriften fremder Länder (einschließlich der Durchfuhrvorschriften), aus der falschen oder unzureichenden Ausfertigung der Zollinhaltserklärung (CN23 oder CN22) oder anderer Begleitpapiere sowie aus der Nichtbeachtung der geltenden Ausfuhrbestimmungen entstehen. Dies gilt auch für Schäden, die dem Absender durch Verlust des Anspruchs auf Ersatz entstehen, wenn die Sendung von den Zollbehörden eines fremden Landes beschlagnahmt wird. Es obliegt dem Absender, sich bei den Empfängern der Sendungen, den Auslandsvertretungen der Bestimmungs- bzw. Durchgangsländer, den Außenhandelsstellen, den Industrie- und Handelskammern oder sonstigen Stellen selbst zu unterrichten.
  • Es ist zu beachten, dass sich auch beim Versand in EU-Staaten zollrechtliche Verpflichtungen aus anderen zoll-, steuer- oder außenwirtschaftsrechtlichen Vorschriften ergeben können.
  • Die Deutsche Post AG erteilt Auskünfte über Einfuhr- und Zollvorschriften (einschließlich der Durchfuhrvorschriften) fremder Länder, sofern ihr entsprechende Informationen vorliegen.
  • Eine Gewähr für die Richtigkeit dieser Auskünfte wird nicht übernommen. Beim Kunden-Service-Telefon 0228 4333112 erhalten Sie weitere Auskünfte sowie eine unverbindlichen Beratung, zum Beispiel zu der vom Internationalen Büro des Weltpostvereins veröffentlichen "Liste des objets interdits" (Liste der verbotenen Gegenstände).

Wichtige Informationen zur Ausfuhranmeldung

In bestimmten Fällen ist beim Versand von DHL Paket International in Nicht-EU-Staaten oder in EU-Ausnahmegebiete eine Ausfuhranmeldung notwendig.

Eine Ausfuhranmeldung wird notwendig, wenn

  • die Sendung Waren für kommerzielle Zwecke enthält, deren Gesamtwert 1.000 EUR überschreitet oder
  • die Sendung Waren für kommerzielle Zwecke enthält, die Teil einer regelmäßigen Serie gleichartiger Vorgänge sind und der Warenwert der einzelnen Sendung weniger als 1.000 Euro beträgt, jedoch der Gesamtwarenwert aller Sendungen 1.000 Euro überschreitet oder
  • die Sendung Waren enthält, für die eine Gewährung von Ausfuhrerstattungen oder anderen Beträgen oder die Erstattung von Abgaben vorgesehen ist oder beantragt wurde,
  • die Verboten oder Beschränkungen, einer Ausfuhrgenehmigungspflicht für Waren, Fertigungsunterlagen und Technologien aufgrund von Vorschriften des Außenwirtschaftsrechts sowie der Rechtsakten des Rates oder der Kommission der Europäischen Gemeinschaften oder
  • sonstigen Förmlichkeiten (z. B. Erfordernis einer Ausfuhrlizenz, statistische Förmlichkeiten) unterliegen.

Hinweis
Der Ausführer oder sein Vertreter ist nach § 9 Abs. 1 der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) verpflichtet, die Waren vor der Übergabe an die Deutsche Post AG elektronisch bei der Ausfuhrzollstelle anzumelden.

  1. Melden Sie die Ausfuhr Ihrer Waren über das Zoll-Onlinetool Internetausfuhranmeldung Plus (IAA Plus) oder direkt als ATLAS (Automatisiertes Tarif- und lokales Zollabwicklungssystem)-Teilnehmer bei Ihrer zuständigen Ausfuhrzollstelle an.
  2. Als Ausgangszollstelle für alle Sendungen im Postverkehr ist, unabhängig vom Zielland, immer die Codierung DE003305 zu verwenden.
  3. Bitte drucken Sie sich für jede Sendung jeweils ein eigenes Ausfuhrbegleitdokument (ABD) aus. Sie erkennen das Ausfuhrbegleitdokument an der Movement Reference Number (MRN) inkl. MRN Barcode, die als Identifikation der Ausfuhranmeldung im Bearbeitungsprozess dienen.
  4. Legen Sie das Ausfuhrbegleitdokument als oberstes Dokument in die selbstklebende, durchsichtige Paketkartentasche ein und befestigen Sie diese außen am Paket. Bitte beachten Sie, dass Ihr Paket nicht ordnungsgemäß ausgeführt und damit das Ausfuhrverfahren nicht elektronisch geschlossen werden kann, wenn das Ausfuhrbegleitdokument in die Sendung eingelegt oder an die Einlieferungsliste geheftet wird.
  5. Kleben Sie in die Nähe der Sendungsanschrift den Hinweis "Achtung! Ausfuhranmeldung". Den Aufkleber einfach ausdrucken (auch schwarz-weiß-Ausdruck möglich), ausschneiden und mit Klebstoff auf der Sendung neben dem Adresslabel anbringen.

    Den Aufkleber können Sie weiter unten auf dieser Seite herunterladen.


Bitte beachten Sie:

Wird bei der Übergabe an die Deutsche Post AG festgestellt, dass die erforderlichen Dokumente fehlen, muss die Deutsche Post AG den Versand verweigern und die Sendung an den Einlieferer zurückgeben.

Seit dem 01.07.2009 ist ausschließlich die elektronische Ausfuhranmeldung möglich. Die schriftliche Zollanmeldung unter Verwendung der Exemplare 1-3 des Einheitspapiers ist seit 01.07.2009 grundsätzlich nicht mehr möglich.

Ihre Ausfuhrsendung kann nur ordnungsgemäß abgefertigt und das Ausfuhrverfahren elektronisch geschlossen werden, wenn Sie die nachstehenden Punkte genau beachten. Die anschließend vom Zoll zugesandte elektronische Nachricht "Ausgangsbestätigung" dient Ihnen zudem als Nachweis für Umsatzsteuerzwecke.

Hilfreiche Links

Weitere Kontakte rund um Zoll und Ausfuhr
Der Zoll informiert
Botschaften der Zielländer in Deutschland


Tipp:
Auskünfte erhalten Sie auch bei der IHK in Ihrer Nähe.
 

Nützliche Links zu Zollbestimmungen
Zoll Merkblätter
Informationen zur Zollnummer

 

Nützliche Links zur Ausfuhranmeldung
Internet-Zollanmeldung
ATLAS allgemeine Informationen (für Geschäftskunden)
ATLAS Teilnahmevoraussetzungen (für Geschäftskunden)