Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Neue Zollbedingungen für den postalischen Warenversand in die USA

Wir möchten Sie heute über weitere Entwicklungen der Zollregelungen für den Versand mit DHL Paket International in die USA und nach Puerto Rico ab dem 24. Juli 2026 informieren. Diese erfordern Anpassungen der Datenübertragung sowie der Zollberechnung gegenüber Ihren Kunden.

Am 24. Juni veröffentlichte die US-Zollbehörde neue Einfuhrbestimmungen, die ab Juli 2026 bzw. Oktober 2026 gelten werden. Ziel ist die Angleichung der Datenanforderungen und Zollhöhen an die der kommerziellen Verzollung anderer Dienstleister.

Ab 24. Juli 2026 gilt:

 Bisher Ab 24. Juli 2026

Warentarifnummer /

HS-Code je Warenposition

Mindestens 6-stellig (weltweiter HS-Code)10-stelliger, US-spezifischer HTSUS-Code
pDDP-Service-Nutzung verpflichtend fürSendungen bis einschließlich 800 USD WarenwertSendungen bis einschließlich  2.500 USD Warenwert
Zahlung Abgaben durch Empfänger; kein pDDPSendungen ab 800 USD WarenwertSendungen ab 2.500 USD Warenwert
ZöllePauschalverzollung von 10%Abhängig von der Ware, höhere Abgaben mit kommerziellen Zollsätzen

Die Anpassung der Warentarifnummer kann vor dem Stichtag erfolgen. Die Umstellung der Wertgrenze des pDDP-Services muss am Stichtag erfolgen. Für Sendungen mit Warenwert über 2.500 USD ist die Buchung von pDDP weiterhin nicht möglich. Für solche Sendungen zahlt unverändert die Empfangsperson die anfallenden Abgaben.

Bitte berücksichtigen Sie die höheren Zölle bei Ihrer Preisgestaltung gegenüber Ihren Kunden in Abrechnung oder Checkout. Verschiedene Dienstleister, u. a. unser Broker Zonos, bieten sogenannte "landed cost calculators" an. Auch Ihr Steuerberater oder die Außenhandelskammer kann bei Fragen helfen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir gesetzlich nicht zollberatend tätig sein dürfen.

Alle bisherigen Zolldatenanforderungen (besonders Angabe des Ursprungslands je Warenposition) bleiben bestehen. Bitte achten Sie auf eine verständliche und akkurate Warenbeschreibung je Warenposition, z.B. ähnlich zu der Beschreibung im Webshop. Dies ermöglicht es dem Broker, den 10-stelligen HTSUS-Code zu überprüfen oder basierend auf Ihren Daten zu ermitteln.

Die Berechnung der Zölle ist die Aufgabe des Brokers in Abstimmung mit den US-Zollbehörden. DHL hat keinen Einfluss auf die Höhe der Zölle. Diese werden basierend auf den von Ihnen bereitgestellten Daten berechnet und bei Nutzung des pDDP-Services lediglich durch uns an Sie weiterbelastet. 

Ausblick auf Anforderungen ab 22. Oktober für Geschäftskunden

Für spezielle Güter1, z.B. Produkte aus Aluminium und Stahl, Autoteile, Textilien oder Kinderspielzeuge, werden weitere Daten und Dokumente (z.B. Sicherheitszertifikate) erforderlich, um die Einfuhr zu erlauben bzw. um reduzierte Zollsätze nutzen zu können. Bitte rechnen Sie damit, dass die US-Zollbehörden in der Übergangsphase bis Ende Oktober die Maximalzölle z.B. auf Section 232 Aluminium erheben können.

Wir bereiten aktuell unsere Systeme darauf vor, Dokumente und weiterführende Datenelemente zusätzlich zu UPU-Standards von Ihnen aufzunehmen und zu verarbeiten. Bitte erwarten Sie zu einem späteren Zeitpunkt genauere technische Informationen zur Anpassung Ihrer Systeme und der Datenübertragung von Dokumenten durch Sie an uns. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Steuerberater eine Analyse der bei Ihnen betroffenen Güter vorzunehmen.

An dieser Stelle werden wir im Laufe des Sommers weitere Details bezüglich der erweiterten Verzollungsprozesse ab Oktober bereit stellen.

Die neuen Versandmodalitäten für den postalischen Warenversand aus Deutschland in die USA betreffen allein die Produkte der Marke DHL Paket. Produkte anderer DHL-Divisionen wie DHL Express oder DHL eCommerce bleiben davon unberührt.

Aktuelle Informationen zu den dynamischen Entwicklungen finden Sie auf dieser Seite und www.dhl.de/pddp bzw. direkt auf der Themen-Website unseres Zolldienstleisters https://zonos.com/ieepa-tariff-ruling-updates

1Definition laut Veröffentlichung CBP: "subject to PGA requirements, merchandise subject to duties under Chapter 98 or Chapter 99 of the Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS), or for which duty-free treatment is claimed under Chapter 98 of the HTSUS or pursuant to a Free Trade Agreement (see new 19 CFR 145.12(a)(2)(v)-(vi))" Quelle: https://www.federalregister.gov/documents/2026/06/24/2026-12669/indefinite-suspension-of-the-de-minimis-exemption-for-mail-shipments-and-new-postal-informal-entry

Abrechnung für Sendungen bis einschließlich 2.500 USD Warenwert (Versand mit PDDP)

Bitte beachten Sie, dass die Berechnung der Zölle die Aufgabe des Brokers in Abstimmung mit den US-Zollbehörden ist. DHL hat keinen Einfluss auf die Höhe der Zölle. Diese werden basierend auf den von Ihnen bereitgestellten Daten berechnet und bei Nutzung des pDDP-Services lediglich durch uns an Sie weiterbelastet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Service Postal Delivered Duty Paid (Postal DDP / pDDP).

Update zum IEEPA-Zölle Refund Prozess

Wir beobachten die rechtlichen Entwicklungen in Bezug auf die IEEPA Zölle sehr genau, um sicherzustellen, dass unsere Kunden in der Lage sind, ihre gesetzlichen Rechte vollständig auszuüben. Vor dem Hintergrund der geltenden Rechtslage werden wir unsere Kunden dabei unterstützen, dass mögliche Erstattungen korrekt und effizient verarbeitet werden können. Uns ist zudem bewusst, dass dies ausschließlich für die IEEPA Zölle gilt. Bislang sind dies die einzigen Zölle, die im Postverkehr Anwendung finden. Bisherige Meldungen zu Rückerstattungen in der Presse beziehen sich nicht auf die postalische Verzollung, denen unsere Produkte unterliegen.

Weiterführende Infos

Am 29. August 2025 trat eine neue US-Zollregelung in Kraft: die Executive Order "Suspending Duty-Free De Minimis Treatment for all Countries". Diese führte weltweit zu Einschränkungen beim postalischen Versand von Waren in die USA und zum Wegfall der bisherigen Zollfreigrenze für alle kommerziellen Importe in die USA. Diese, immer als temporär gekennzeichnete Reglung wird jetzt durch das neue 19 CFR Part 145 "Indefinite Suspension of the De Minimis Exemption for Mail Shipments and New Postal" ersetzt. Ziel dieser Neuerung ist die Angleichung der Datenanforderungen und Zollhöhen an die der kommerziellen Verzollung der nicht-postalischen Dienstleister.

Die neuen Regelungen der Executive Order haben unterschiedliche Auswirkungen auf die postalische und kommerzielle Verzollung.

Postalische Verzollung:

Der Versand und die Einfuhr postalischer Sendungen erfolgen durch nationale Postunternehmen, die spezielle Vereinbarungen mit den Zollbehörden und dem United States Postal Service (USPS) getroffen haben. Der postalische Verzollungsprozess ist in der Regel einfacher und kostengünstiger, da er auf dem Weltpostvertrag basiert. Die US-Zollbehörden verfolgen mit den aktuellen Anpassungen das Ziel, die Angleichung der Datenanforderungen und Zollhöhen an die der kommerziellen Verzollung der nicht-postalischen Dienstleister voranzutreiben. 

Kommerzielle Verzollung:

DHL Express bietet die Möglichkeit der kommerziellen Verzollung an. Diese Verzollungsart betrifft hauptsächlich den gewerblichen Warenverkehr und wird oft durch spezialisierte Zollagenten oder -broker durchgeführt. Kommerzielle Sendungen unterliegen strengeren Anforderungen in Bezug auf Beschreibung, Klassifikation und Wertnachweis der Ware sowie weiteren Kontrollen.

Die Anmeldung der Ware erfolgt beim Versand mit DHL Express durch DHL als Verzollungsagent in den USA. Die Zahlung der fälligen Abgaben erfolgt gemäß dem zwischen Versender und Empfangsperson vereinbarten "Incoterm" (International Commercial Terms), der festlegt, wer für die Kosten und Risiken während des Transports sowie für die Verzollung verantwortlich ist.

Für Privatkunden ergeben sich aus der neuen Verordnung keine weiteren Änderungen. Weitere Informationen finden Sie auf der US-Länderseite.

Die Zollgebühren für Sendungen mit pDDP in die USA werden von unserem Broker Zonos im Rahmen des Zollprozesses ermittelt und an die US-Behörden gezahlt, um einen reibungslosen Zollprozess zu gewährleisten. Im Anschluss stellen wir Ihnen eine Rechnung über die ausgelegten Zollgebühren aus. Wir empfehlen Ihnen, sich über die anfallenden Zollgebühren mit Hilfe eines "landed cost calculators" oder Ihres Steuerberaters zu informieren. 

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Aufgrund der Regelungen der USA, ist bei Rücksendungen und Retouren von Waren bis einschließlich 2.500 USD aktuell keine Rückforderung der Zölle möglich. Wir gehen davon aus, dass eine Rückforderung beim neuen Verfahren ab Ende Oktober möglich sein wird. Dies ist allerdings noch nicht bestätigt. 

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Die Laufzeit der Sendungen sollte sich durch die neuen Regelungen bei korrekten Zolldaten nicht verlängern. Aktuelle Laufzeiten für internationale Sendungen und Laufzeitverzögerungen finden Sie auf unserer Website.

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Ausgenommen von der Regelung sind Privatpakete mit einem Wert bis 100 USD, die eindeutig als "Geschenk" gekennzeichnet sind, sowie Dokumente. Diese Sendungen gehen durch strenge Kontrollen. Sendungen mit einem Warenwert über 2.500 USD sind ebenfalls von der PDDP-Pflicht ausgenommen.

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Die meisten Versandinformationen für Sendungen in die USA bleiben vorerst unverändert. Besonders wichtig sind eine präzise Artikelbeschreibung, der HS-Code, das Ursprungsland und der Warenwert - diese Angaben sind für die Zollberechnung zwingend erforderlich. Zusätzlich wird ab 24. Juli der 10-stellige, US-spezifische HTSUS Code verpflichtend. Ohne diese Angaben können die Sendungen nicht zugestellt werden und werden an den Versender zurückgeschickt.

Ab 22. Oktober ergeben sich weiter Änderungen. 

Für spezielle Güter , z. B. Produkte aus Aluminium, Autoteile, Textilien oder Spielzeuge, werden weitere Daten oder Dokumente (z. B. Sicherheitszertifikate) erforderlich, um die Einfuhr zu erlauben bzw. niedrigere Zollsätze nutzen zu können. Bitte rechnen Sie damit, dass die US-Zollbehörden in der Übergangsphase bis Ende Oktober die Maximalzölle, z. B. auf Section-232-Aluminium, erheben können. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Steuerberater eine Analyse der bei Ihnen betroffenen Güter vorzunehmen. 

Wir bereiten unsere Systeme darauf vor, Dokumente und weiterführende Datenelemente zusätzlich zu den bisher erforderlichen postalischen Zolldaten von Ihnen entgegenzunehmen und zu verarbeiten. Bitte erwarten Sie zu einem späteren Zeitpunkt technische Informationen zur Anpassung Ihrer Systeme.

Spezielle Güter sind laut Veröffentlichung CBP: "subject to PGA requirements, merchandise subject to duties under Chapter 98 or Chapter 99 of the Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS), or for which duty-free treatment is claimed under Chapter 98 of the HTSUS or pursuant to a Free Trade Agreement (see new 19 CFR 145.12(a)(2)(v)-(vi))" Quelle: https://www.federalregister.gov/documents/2026/06/24/2026-12669/indefinite-suspension-of-the-de-minimis-exemption-for-mail-shipments-and-new-postal-informal-entry

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Wenn Sie eine Sendung mit dem Versandservice PDDP anmelden und der angegebene Warenwert die länderspezifische Höchstgrenze für PDDP überschreitet, wird die Sendung an Sie retourniert. In diesem Fall werden keine Zollabgaben fällig.

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Wenn Sie eine Sendung ohne den Versandservice PDDP anmelden und der angegebene Warenwert unter 2.500 USD liegt, wird die Sendung an Sie retourniert. In diesem Fall werden keine Zollabgaben fällig.

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Es ist möglich, dass die Sendung in diesem Fall nicht in die USA importiert werden kann. Wir empfehlen daher stark, die Warenwerte in der Währung des Ziellandes (hier USD) anzugeben, um dieses Risiko zu vermeiden.

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